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| Thüringer Allgemeine vom 01.12.2004, Bericht von Jana Schütze |
Zwei Ehepaare und ihr ungewöhnliches Projekt Sie zahlten 104.000,- Euro – für eine Ruine! Sichere Jobs, Haus gebaut, Kinder groß - da suchten die vier Freunde noch mal eine Herausforderung. Und fanden sie ausgerechnet in einer verfallenen Burg. Ohne Geld von den Banken, nur mit ihrer eigenen Arbeitskraft wollen sie aus der Ruine jetzt wieder ein Traumhotel zaubern. Woran niemand glaubte: Ihre Chancen stehen richtig gut... Die Fußböden sind rausgerissen, die Wände kaputt. Der "Burghof", ein 6.000 Quadratmeter Hotel am Kyffhäuser-Denkmal (Nähe Harz/ Thüringen), ist seit 15 Jahren geschlossen: Eine Ruine! Stumm gucken Gabriele (36) und Torsten Heider (38), Catrin Auerbach (41) und Peter Pester (44) durch die zerschlagenen Fensterscheiben. Die Ehepaare sind aus Berlin gekommen, weil sie überlegen, ob sie das marode Hotel ersteigern und wieder fit machen! Und das, obwohl sie keinen Grund haben, sich in Super-Stress zu stürzen. "Wir hätten entspannt in die Zukunft sehen können", sagt Catrin. Alle vier haben gute Jobs - die Heiders haben eine Bäckerei, Catrin hat eine Poststelle, Peter ist Prokurist. Beide Paare - Nachbarn seit 17 Jahren und beste Freunde - haben je ein Haus. Und ihre fünf Kinder (12 bis 20 Jahre alt), sind bald alle selbstständig. Der katastrophale Zustand des Hotels schreckt sie nicht ab - im Gegenteil, für sie ist es eine Herausforderung! Catrin, gelernte Diplom-Bauingenieurin, ist optimistisch: "Die Substanz sieht okay aus!" Und noch etwas ist gut: Jedes Jahr fahren ca. 200.000 Leute her, um den in Stein gehauenen Barbarossa (Kaiser Friedrich 1.) anzugucken. Klar: Wer hier ein Hotel hat, kriegt viele Gäste! An diesem Sommertag 2003 beschließen sie: "Wir wagen es - wir steigern mit!" Und sie rechnen, wie sie das Geld zusammenkriegen: Das Mindestgebot ist 75.000,- Euro. Das klappt mit den Sparguthaben von allen. Sie setzen sich ein Limit für die Auktion: 103.000,- Euro." Und sind fast sicher: Das wird nie was! Darum fahren sie auch entspannt mit ihren Motorrädern in Urlaub, Richtung Sardinien. Ein Vertreter wird auf der Auktion bieten. Catrin: "Wir waren gerade auf der Autobahn in Italien, als mein Handy klingelte. Der Vertreter war dran, die Auktion lief!" Sie winkt die anderen in eine Haltebucht. Der Bieter ruft: "Wir sind jetzt bei 104.000,- - überlegen Sie!" Catrins Herz rast. Gabi winkt: "Noch 1.000 drauf!" Sekunden später: "Sie haben das Haus!" Catrin starrt das Handy an. Peter, Torsten und Gabi sind blass, haben Tränen in den Augen. Sie können es kaum glauben. Der "Burghof" gehört ihnen! Erst ist die Freude groß - aber abends liegen die Nerven blank. Gabi: "Wir stritten uns so heftig über belanglose Dinge, wie z. B. Küchendienst, dass, keiner mehr mit dem anderen, sprach." Am nächsten Morgen ist alles wieder okay, sie beginnen zu planen. Catrin: "Wir mussten den Ausbau aus eigener Kraft schaffen. Für ein solches Risikoprojekt geben Banken keinen Kredit." Ängste kommen. Peter sagt: "Es ist unendlich viel Arbeit. Werden wir das schaffen? Riskieren wir nicht unsere Existenz?" Damit sie Zeit zum Renovieren haben, Zeit für Notar, Behörden, Ämter und für kiloweise Papier wälzen, lassen Gabi und Torsten ihre Bäckerei von Mitarbeitern führen. Und jede freie Minute sind alle auf ihrer Baustelle: Reißen brüchige Böden raus, kratzen Farbe ab. Manchmal kommen die Kinder mit, oft helfen die Eltern. Sie haben Erfolg! Peter: "Ostern 04 eröffneten wir die Terrasse, stellten Tische, Stühle und Bierwagen auf." Pfingsten ist der Tresen im Saal fertig, am 1. August die Küche. Tagsüber bauen sie, nachts besprechen sie neue Ideen. Gabi: "Plötzlich ist unser Leben wieder spannend!" Noch vor einem Jahr hätte keiner gedacht, dass sie z. B. mal kellnern würden! Heute sind sie am Wochenende ein perfektes Team: Peter und Catrin servieren, Torsten schenkt das Bier aus, Gabriele schneidet Kuchen. Die 50 Tische im Saal sind meistens voll besetzt: 240 Gäste! Jetzt renovieren sie das Hotel. 50 Zimmer sollen es werden. Dazu eine Sauna und Pool. Noch sieben Jahre werden sie dafür brauchen. Das Projekt ist Stress pur! Aber Catrin, Gabi, Peter und Torsten lächeln sich zu. Es macht Spaß, das Geschäft brummt! Ihre Jobs haben sie bisher behalten: "Eine Sicherheit."" Aber sie planen, bald alle auf der "Burg" zu wohnen. "Dann heizen wir die Sauna ein, legen die Füße hoch und trinken Cola-Rum!" Noch ein Traum. Aber die erste Saison war ein Erfolg: 30.000 Gäste kehrten im "Burghof" ein. |
| Thüringer Allgemeine vom 26.11.2004, Bericht von Renate Rusche |
Keiner muss vorm Eingangsgitter warten Wer das Jahr 2005 direkt am Kyffhäuserdenkmal, begrüßen möchte, der darf trotz geschlossener Gesellschaft auch rein Woran nach dem langen Verfall des Burghofkomplexes am Kyffhäuser niemand mehr glaubte, wird zum Jahreswechsel wahr - eine Silvesterfeier im Burghof. Die 200 Ballgäste können also mit Kaiser Barbarossa anstoßen und das neue Jahr begrüßen. Engagierten Betreiber machen`s möglich. KYFFHÄUSER. Auch wenn die Banken durchweg ihre Taschen zu hielten und den Burghofbetreibern keinen Euro Kredit für ihre anspruchsvollen Pläne unterhalb des Kyffhäuserdenkmals gewährten, ging hier in gastronomischer Hinsicht seit dem Eigentümerwechsel vor einem Jahr viel voran. Die Großgaststätte ist neu bestuhlt, wieder beheizt und wurde mit Kaffeebar, Andenkenshop, Selbstbedienungsstrecke für kalte und warme, Speisen ausgestattet. Das Jagdzimmer ist fertig und der beeindruckende Wappensaal erfreut wieder Gäste. Erstmals seit zehn Jahren gibt es deshalb zum Jahreswechsel 2004/05 wieder eine Silvesterparty mit über 200 Gästen im Burghof. Höhepunkt wird ein gemeinsamer Fußmarsch zum Stauferdenkmal. Eine Sektbar und weitere Überraschungen warten hier auf die Ballgäste. Damit auch ja alles seine Ordnung hat, wurde extra eine Vereinbarung mit dem Tourismusverband Kyffhäuser (TVK) abgeschlossen. Denn der ist Betreiber des Kreiswahrzeichens und im Falle eines Falles für die Regelung von Unfällen haftbar. Genau hier hatte TVK-Geschäftsführer Herbert Knischka zunächst Bauchschmerzen. Er und die Burghofbetreiber wollten ursprünglich, dass nur der Zutritt zum Denkmal bekommt, der zahlender Silvestergast ist. Das kann doch wohl nicht wahr sein, dachte sich "Thüringer Allgemeine" und fragte noch mal genau nach. Das Ergebnis ist toll. Jeder, auch der, der sich kurzfristig entschließt, in der Silvesternacht seine Raketen zu Füßen von Kaiser Wilhelm gen Himmel steigen zu lassen, darf das tun. Der TVK haftet sowieso, wenn mal eine kleine Ecke nicht ganz von Schnee oder Eis befreit sein sollte, betonte Geschäftsführer Knischka. "Und ich möchte keinen Besucher wegschicken." Dieser Meinung sind auch die Burghofbetreiber, die sicher eine "Sektlösung“ für unverhoffte Gäste finden. |
| Thüringer Allgemeine vom 28.10.2004, Bericht von Renate Rusche |
Die Nachfrage steigt stetig KYFFHÄUSER (rr). Schüler des Kyffhäusergymnasiums erforschen seit geraumer Zeit die Geschichte der Denkmalwirtschaft Burghof Kyffhäuser. Im April 2005 soll das Zusammengetragene in einer Ausstellung im Barbarossasaal im Burghof in einer kleinen Ausstellung gezeigt werden. Ansonsten gibt es bereits heute schon mehrere Vorbestellungen von kleinen und großen Firmen aus der gesamten Region für Weihnachtsfeiern vor allem in der Jagdstube. Die ist gerade fertig geworden. Doch leider fehlen noch einige Jagdtrophäen, die die Wände zieren und dem Ganzen den richtigen Touch geben könnten. Wer kleine Geweihe übrig hat, wende sich vertrauensvoll an die dankbare Burghofbesatzung. Die Pennäler des Gymnasiums Kelbra wollen 2005 ihren Abiball auf dem Kyffhäuser feiern. Da es in Bad Frankenhausen keinen geeigneten Saal gibt, hiesige Gymnasiasten schon nach Sömmerda ausweichen mussten, wird sicher auch ihnen der Gedanke gefallen, den Abschlussball hoch oben auf dem Berg zu Füßen von Kaiser Rotbart feiern zu können. Auch das deutschlandweite BMW-Oldtimertreffen ist 2005 im Burghof geplant. Sicher ein echter Hingucker. |
| Thüringer Allgemeine vom 28.10.2004 von NN |
Um Mitternacht zu Barbarossa Neue Burghof Betreiber werden zur Silvesterfeier vor der Kyffhäuserkulisse förmlichst gedrängt KYFFHÄUSER. "Wir haben noch gar keine Werbung für eine Silvesterfeier hier im Burghof gemacht, uns noch nicht einmal um das Menü und die Musik gekümmert, und haben trotzdem schon 160 Anmeldungen für den letzten Tag des Jahres 2004". Darüber freuten sich die vier neuen Besitzer des Burghofareals, Peter Pester, Catrin Auerbach sowie Torsten und Gabi Heider im Gespräch mit dieser Zeitung besonders. Die mutigen und unternehmungslustigen Vier werten dieses Interesse der Menschen von Tilleda, Kelbra, Bad Frankenhausen, ja der gesamten Region, als echtes Interesse an ihrer Arbeit an dem tollen denkmalgeschützten Koloss unterhalb des Kyffhäuserdenkmals. Viele Leute kommen und klopfen uns auf die Schulter und freuen sich ganz einfach, dass wieder Leben in die schönen alten Sandstein Bauten einzieht." Und weil die Nachfrage bereits so groß ist, haben die Vorbereitungen für den Silvesterabend nun schon konkrete Züge angenommen. Im großen Saal sollen die Tische für die möglichen 250 Gäste zum Jahreswechsel 2004/05 festlich gedeckt werden. Der Wappensaal, der toll wieder hergerichtet wurde, soll als Tanzdiele herhalten und zugleich mit einer zweiten Bar den Durst nach der Bewegung löschen. Als Höhepunkt des Abends geht es durch die irische Winterluft hinauf aufs Kyffhäuserdenkmal, wo man mit lauten und bunten Silvesterknallern das neue Jahr eindrucksvoll begrüßen kann. Sicher ein unvergessliches Erlebnis. Wer den Fußmarsch scheut, kann dem bunten Treiben natürlich auch vom Vorplatz des Burghofes aus ganz gemütlich zuschauen. |
| Thüringer Allgemeine vom 28.10.2004, Bericht von Renate Rusche |
Denkmalwirtschaft lebt Mehrere Millionen Euro und viel Engagement sollen unserem Kreiswahrzeichen zu neuem Glanz verhelfen In den letzten 15 Jahren verfiel der Burghof mit dem ehemaligen FDGB- Ferienheim zusehends. Zahlreiche Investoren versuchten hier ihr Glück, doch allesamt scheiterten sie am nötigen Geld und am echten Engagement. Seit einem Jahr gibts ein Vierergespann, das es Wochenende für Wochenende ernst meint. KYFFHÄUSER. Auf einer Auktion in Berlin hatten Catrin Auerbach, Peter Pester, Torsten und Gabi Heider das Schmuckstück "Burghof" für gut 100.000,- Euro erworben. Das war im September 2003. Ins Grundbuch wurden sie nach bürokratischen Hürden im August 2004 als Eigentümer eingetragen. Doch das hielt das Vierergespann nicht ab, schon eher tätig zu werden. Das war gar nicht so leicht. Nach den vielen Glücksrittern, die sich in den Jahren nach der Wende den Burghof unter den Nagel reißen wollten, wurden sie zunächst auch von vielen als Scharlatane eingestuft. An Kredite für die Sanierung der Zwar schönen, aber doch recht heruntergekommenen Burghof Kyffhäuser Denkmalwirtschaft war nicht zu denken. Von Sentimentalitäten wie Namensvetterschaft ließen sich auch die Banker der Kyffhäusersparkasse schon gar nicht leiten. Also blieben alle vier in ihren Jobs und machten sich ans Aufpäppeln ihrer Denkmalwirtschaft quasi nebenbei. Wobei aber stets gesichert ist, dass immer mindestens einer vor Ort weilt. Denn die eigens für die Sanierung gegründete fünfköpfige Baufirma muss ebenso jeden Tag ihre Aufträge mit einem der Chefs absprechen wie das Küchenteam um Gabriele Buchmann aus Seehausen, Dina Manhardt aus Kannawurf und Sabine Hess aus Abtsbessingen. Jeden Urlaubstag und jedes Wochenende verbringen die neuen Burghofchefs samt Familie und Freunden zumeist geschlossen auf dem Kyffhäuser. Und selbst an den Abenden in ihrer Noch-Heimat bei Berlin sind sie stets mit Burghof-Dingen beschäftigt. Da geht es um Flyer für Werbezwecke, ein Barbarossa-Maskottchen, die Küchenspezialitäten, denkmalgerechte Sanierungen, Baupläne und und und. Denn auch ohne die versprochenen 60.000,- Euro Fördermittel vom Land will man alles wieder genau so herrichten, wie es zur Eröffnung der Denkmalwirtschaft 1891 war. Moderne Heizung, Energieträger und Helfer der Neuzeit werden professionell versteckt, manch böser Bauschaden aus DDR-Zeiten dabei gleich mit ausgebügelt. Nicht nur im Kreis sind die neuen Herren unterhalb von Barbarossa inzwischen anerkannt. "Wir sind doch schon mehr Denkmalschützer in unseren eigenen Objekten als die bei der Kreisverwaltung" sagt Peter Pester stolz. Er und Catrin Auerbach kommen aus der Baubranche und wollen so weit als möglich an das Original auf dem Berg wieder ran kommen. Ohne Kredite geht das Ganze zwar etwas langsamer als noch vor einem Jahr erhofft, doch es hat sich schon eine ganze Menge getan. Seit April ist der Biergarten geöffnet, gab es zunächst Bratwurst und Getränke aus Plastebechern. Doch schon im Sommer kam die schöne Theke mit Kaffeespezialitäten hinzu und am 1. August war die Küche so weit, dass schmackhafte Thüringer Gerichte wie Wildgulasch mit Klößen für Stammgäste sorgen. Kuchen und Brötchen kommen stets frisch aus der eigenen Bäckerei der Familie Heider und haben schon Dauerliebhaber gefunden. 28.000 zahlende Gäste begrüßten und verwöhnten die Burghofchefs von April 2004 bis heute. Ungezählte Neugierige führten sie mit wachsender Begeisterung kostenlos durch ihr Schloss Gasthaus und beantworteten gern jede Frage. Und was seither auf dem Berg eingenommen wurde, floss postwendend wieder in den Groß-Bau, der ein Fass ohne Boden ist. So wurden inzwischen die Toilettenanlage, die Küche, der Biergarten, der Ostturm, der Wappensaal und die Jagdstube auf Vordermann gebracht. Der große Saal bekam eine ansprechende Bestuhlung und besagte schöne Theke. Die Heizung funktioniert auch, so dass Winterwirtschaft möglich ist und der Blick in den derzeit bunten Kyffhäuserwald ist ja ohnehin unbezahlbar. Bis zum Jahr 2007 wollen die vier Mutigen einige Millionen Euro in den Bau investiert haben. Dann soll jeder Gast selbst wählen können, ob er sich im Restaurant mit Küchenbereich, dem Biergarten, der Wein oder Jagdstube oder dem Wappensaal tummeln will. Der Selbstbedienungsbereich wird bis dahin wieder etwas zurück gefahren, weil man bereits in diesem Sommer gemerkt hat, dass sich die Gäste in der herrlichen Umgebung am liebsten fürstlich bedienen lassen. Und wer von all dem nicht genug bekommen kann, der soll in drei Jahren sogar wieder sein Haupt direkt unterhalb von Kaiser Rotbart zur Ruhe legen können. Einen sanierten Herbergskomplex mit modernster gastronomischer Infrastruktur versprechen die Neu-Besitzer uns nämlich auch. |
| Thüringer Allgemeine vom 15.07.2004 von NN |
Vorwitziger Klatschmohn Gerwig von Kyffhausen und ein prächtig blühendes Bodenbild locken aufs Kreiswahrzeichen Der Kyffhäuser ist ohnehin immer eine Reise wert - in diesem Jahr allerdings ganz besonders. Denn das spektakuläre Bodenbild "Kreuz mit Blumennerven" ändert immer wieder seine Farbe. Derzeit blüht das 336.000 Quadratmeter große Bildnis, das von dem umstrittenen Ritualkünstler Hermann Nitsch aus Wien gestaltet wurde, in seiner dritten und gleichzeitig farbenprächtigsten Phase. Gelber Senf, roter Klee und Klatschmohn und brauner Ackerboden sorgen für ein phantastisches Bild, das sich dem Betrachter bietet, wenn er vom Denkmal aus herunterblickt. Wobei Mutter Natur ein weiteres Mal ihre Launenhaftigkeit unter Beweis stellte. Denn der Klatschmohn, dessen intensives Rot weithin leuchtet, war ursprünglich gar nicht vorgesehen gewesen. Wer nun neugierig geworden ist, der kann am Freitag um 19 Uhr gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn im Rahmen einer historischen Sonderführung wird dann wieder Heiko Kolbe alias Gerwig von Kyffhausen eine gute Stunde lang die wahre Geschichte vom alten Rotbart und seinem schnurrbärtigen Nachfolger Wilhelm 1. erzählen. So bekommt man nicht nur manch amüsanten Einblick in die Geschichte des historischen Denkmals, sondern kann sich im Anschluss auch noch mit der Aussicht auf das blühende Bodenbild belohnen. Hoffentlich spielt bloß das Wetter auch mal mit. |
| Thüringer Allgemeine vom 15.07.2004, Bericht von Renate Rusche |
Ideen vorerst auf Eis Burghofbesitzer stoßen täglich an Service-Grenzen KYFFHÄUSER (rr). ISDN-Anschlüsse mit mehreren Telefonnummern und Internet, wie sie heute Standard und für florierende Gastronomiebetriebe unerlässlich sind, kann die Telekom für die neuen Burghofbesitzer unterhalb des Kyffhäuser-Denkmals bisher nicht einrichten. Die Folge sind teure Handy-Telefonate für die Großgaststättenbetreiber, die "nebenbei" noch den größten Gastronomiebetrieb im Kreis wieder zu einem echten Schmuckstück am Kreiswahrzeichen umbauen wollen. An Ideen und Plänen mangelt es Peter Pester und Catrin Auerbach dabei nicht. Neben dem Hotelausbau mit "wandertüchtigen" Zimmern schweben ihnen zunächst noch Kletterwand, Minigolfanlage und ein Fahrradverleih vor, damit die Gäste im Kyffhäuserwald neben Wandern und gut essen auch noch weitere Abwechslungen finden können. Doch auch hier gibt es Barrieren. An der Felswand zum Denkmal dürfen nicht kleinste Bäumchen gefällt und Kletterhaken angebracht werden. Bleibt also nur, mit eigenen finanziellen Mitteln Stück für Stück Heizung, Wappensaal, Jagdstube und Küche auszubauen. Denn auch bei Krediten für Hotels sperren sich ja die Banken. |
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