Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 29. Juni 2007 von NN

Im Abendrot bis zum Brocken gesehen

KYFFHÄUSERKREIS.
Wer im Tourismusgeschäft der neuen Bundesländer etwas zu sagen hat, weilte am Donnerstag und Freitag auf Kosten der Kyffhäusersparkasse in Bad Frankenhausen. Hier diskutierten Banker, Touristiker und Landräte darüber, was man auf dem Tourismussektor besser machen kann, wo sich Investitionen lohnen, was aktuell ist in dieser Branche. Bei den 30 Fachleuten, die bis von der Insel Rügen, aus dem Harz, Mecklenburg oder dem Burgenland an den Kyffhäuser reisten, handelt es sich um Mitglieder des Beirates des Sparkassen-Tourismusbarometers. Doch bevor sich die Sparkassen-Vorstände, Kommunalpolitiker und Touristiker aus allen Ebenen in den neuen Ländern zur Beratung aktueller Branchenthemen 2008 zurück zogen, genossen sie Donnerstag einen herrlichen Abend auf dem Kyffhäuser. Der Tourismusverband Kyffhäuser unter Leitung von Herbert Knischka hatte keine Mühen gescheut, die Multiplikatoren zu begeistern und auch privat zum Wiederkommen zu animieren. Also musste Gerwig von Kyffhausen her, der die Herren in die Geschichte von Barbarossa und Kaiser-Wilhelm-Denkmal einweihte. Und damit das Ganze noch etwas authentischer wurde, trabten auch Barbarossa auf seinem schwarzen Rappen samt seinem Gefolge heran.

Das Wetter hatte ein Einsehen, ließ die Sonne am Abend hinter den Wolken vorkommen und glutrot untergehen, so dass sich den Gästen, die den Aufstieg zum Denkmal nicht gescheut hatten, durch die neue Glaskuppel ein unvergesslicher Blick bis zum Brocken bot.Auf der Erde wieder heil angekommen, lud das Team der Denkmalwirtschaft "Burghof" dann noch zum Spanferkelessen ein, was den Anreisetag vollends abrundete.

Am Freitag wurde dann festgelegt, wo es sich lohnt in touristische Projekte in den neuen Ländern zu investieren und mit was sich das Tourismusbarometer 2008 beschäftigen soll. Warum man sich zum Beispiel noch gar nicht richtig mit Angeboten für Tagestouristen beschäftigt, die eine hohe Einnahmequelle darstellen. Auch den Einfluss der demografischen Entwicklung auf den Tourismus will man möglichst voraussehen und schauen, wo die Chancen von länderübergreifender Zusammenarbeit in den neuen Ländern selbst liegen. Denn auch das klappt bisher mehr schlecht als recht. Seit 1998 arbeitet das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr der Uni München (dwif) im Auftrag des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) mit dem Tourismusbarometer als bundesweit anerkanntem Marktforschungsinstrument. Für Touristiker ist es inzwischen zu einem unverzichtbaren  Arbeitsinstrument geworden, erklärt Herbert Knischka.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 22. Juni 2007 von RENATE RUSCHE

Ein Dach kam nicht in Frage

KYFFHÄUSER.
Damit Regenwasser und Nässe nicht weiterhin ungestört ins Innere des Kyffhäuserdenkmals eindringen und es zerstören können, wurde das Bauwerk seit 2006 im Bereich der Rippenkuppel mit einer Glas-Stahl-Konstruktion versehen. Die Besucher interessiert sicher nur, dass das eine herausragende Leistung am Bau war und sie nun bei jedem Wetter einen tollen Blick genießen können.

1,8 Millionen Euro haben Europa, Thüringen und der Kyffhäuserkreis locker gemacht, damit das Turminnere des Kyffhäuserdenkmals künftig besser vor dem Eindringen des sauren Regens geschützt ist. Der hat im Kellergewölbe bereits eine Art "Feengrotten" geschaffen, weil er den Kalk aus den Fugen zwischen den roten Sandsteinen ausspülte und in Gips umwandelte, was wiederum im Untergrund eine höhlenartige Landschaft entstehen ließ. Und am Denkmal selbst dafür sorgte, dass es verwitterte.

Da ein Dach über dem 81 Meter hohem Denkmal schon wegen der Ansicht und des Gewichtes nicht in Frage kam, ersann man eine selten clevere Stahl-Glas-Konstruktion, die passgenau in die achteckige Rippenkugel des Turmes eingelassen wurde und die Denkmalansicht in keinster Weise verändert. Selbst die Glasscheiben für die Aussichtsplattform sind im gleichen Radius wie die Turmkrone gewölbt. Dass das Ganze von Firmen aus der Region ausgeführt wurde, ist die wahre Meisterleistung, die gestern bei der Eröffnung nochmal von Landrat Peter Hengstermann (CDU) gewürdigt wurde.

Durch dieses gläserne Austrittsbauwerk haben ab sofort alle Denkmalbesucher, die die Treppen hinauf zum Turm nicht scheuen, die Möglichkeit, bei jedem Wetter einen Rundum-Blick in die Goldene Aue, das Harzvorland mit dem Brocken und das Unstruttal mit der "Arche Nebra" am Mittelberg zu genießen. Klare Sicht natürlich vorausgesetzt.

Damit ist neben dem Schutz des Kyffhäuserdenkmals gleich noch ein anderer wichtiger Effekt an diesem Nationaldenkmal erfüllt worden: Die Gäste an diesem Stehplatz der Geschichte, der ein Ort der Begegnungen in der Mitte Europas ist, erfüllen ihn nicht nur mit Leben, sondern nehmen auch bleibende Erlebnisse mit nach Hause. Und kommen, wenn ihnen Gastlichkeit und Atmosphäre zusagten, gern wieder.

Seit 1991 wurden in vier verschiedenen Förderstufen insgesamt über sieben Millionen Euro aus den Töpfen von Europa, Thüringen und dem Kyffhäuserkreis in den Erhalt des Kyffhäuserdenkmals gesteckt, das gleichzeitig Wahrzeichen des Kreises ist. Diese Investitionen seien auch wichtig und nötig, so Professor Wulf Bennert, der zur gestrigen Eröffnung der Glaskuppel das Kyffhäuser-Ensemble mit der Wallhalla bei Regensburg oder dem Kölner Dom verglich - was die Bedeutung und den Sanierungsbedarf betrifft. Und so wundert es nicht, dass man sich zurzeit bereits in der Vorplanung für den nächsten Förderzeitraum von 2007 bis ins Jahr 2013 befindet.

Geplant sind hier in den nächsten Jahren tolle Dinge, wenn auch die Oberflächensanierung am Baudenkmal selbst und die steinrestauratorischen Arbeiten an den Eck-Reliefs mit den Kriegsfurien die meisten Mittel verschlingen und am längsten dauern werden.

Dennoch sei schon mal verraten, dass, wenn alles klappt, man künftig immer wieder einen neuen Grund haben wird, dem Kyffhäuserdenkmal einen Besuch abzustatten. Hier wird man sich künftig nicht mehr darauf beschränken müssen, in den leeren sanierten Barbarosaturm oder aufs Denkmal hinauf zu steigen. Selbst mit dem Steinchenwerfen am tiefsten Burgbrunnen der Welt muss man sich nicht mehr zufrieden geben. Er wird befahrbar werden. Vielleicht richtet man dafür sogar extra einen Schwiegermuttertarif ein. Und im Verließ des Barbarossaturmes werden Geschichten um Mord und Totschlag zu hören sein. Demnächst an dieser Stelle mehr.

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 16. Juni 2007 von RENATE RUSCHE

Wieder was Eigenes haben

Fritz Barthelmann aus Reinsdorf hat ein Haus voller Geschichte und Geschichten, das genauso alt ist wie der Kyffhäuser

Weil der Großvater von Fritz Barthelmann aus Reinsdorf, Robert Barthelmann, seine Frau Christel Christ aus Heidrungen heiratete, brachten beide genügend Geld zusammen, um im Jahr 1896 das stattliche Haus in der Neuen Sorge in Reinsdorf zu bauen, das heute viel mehr als nur das Alter mit dem Kyffhäuserdenkmal gemein hat.

REINSDORF.
Fritz Barthelmann, der in diesem Jahr gemeinsam mit seiner Frau Margit den 70. Geburtstag feiert, ist mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Viel Geld hatten die Eltern nie und bei der Arbeit in der Landwirtschaft mussten alle schon früh mit anpacken. Ganz stolz war man darauf, sich im Laufe der Jahre eigenes Land, Tiere und Technik anschaffen zu können. Als dann 1960 der Zwangseintritt in die LPG kam, verstand Fritz Barthelmann die Welt nicht mehr. Land und Tiere waren über Nacht ebenso weg wie die Selbstständigkeit. Also stellte er den Antrag auf Austritt. Und lernte plötzlich die Staatsmacht DDR kennen. Von der Straße weg wurde er abgeholt und unter Flutlicht so lange verhört, bis er klein beigab. 30 jahre lang hatte man gar nichts vom eigenen Land, das schon seine Eltern und Großeltern im Schweiße ihres Angesichts mit erarbeiteten. Als dann die Wende kam, wollte sich der heute fast 70-Jährige unbedingt wieder etwas Eigenes schaffen. Und da seine Sammelleidenschaft ohnehin schon fast zur Sucht ausartete, die Leute immer mehr wertvolles Altes wegwarfen, fing er an, sein Privatmuseum in Reinsdorf einzurichten. Die Schätze, die er seit Jahren thematisch und fein säuberlich angeordnet hat, haben für den Sammler alle eine besondere Geschichte, die er lieben Freunden und begeisterten Sammlern gern erzählt.

Von gemeinsamen Weggefährten und Leidensgenossen kommen Tipps, wo wieder mal etwas Altes mit Geschichte zu finden ist Und natürlich geben die Sammler und Geschichtsfreunde gern Adressen von solchen speziellen Handwerkern untereinander weiter, die beim Restaurieren der inzwischen echt rar gewordenen geschichtlichen Zeugnisse handeln. Das können alte Stühle aus herrschaftlichen Häuser, Kommoden, Klaviere oder Badezuber von anno dunnemals oder alte Säcke sein, deren Geschichte zum Beilmörder von Oldisleben führt. Und so findet man heute im Privatmuseum von Fritz Barthelmann, indem nicht nur die Kindergartenkinder des Ortes gern stöbern oder sich Geschichten erzählen lassen, alte Fässer von der abgewickelten Barbarossabrauerei, Badezuber oder Saft- und Fruchtpressen aus dem vergangenen Jahrhundert, Gewichte mit seltenen Maßangaben, Schuldenbücher, Butterfässer oder uralte Werkzeuge zur Tabak- und Schuhherstellung. Und natürlich jede Menge landwirtschaftliches Gerät, das für unsere Kinder aus einer für sie unbekannten Welt stammt. Eine ganz besondere Affinität pflegt Fritz Barthelmann aber zum Kyffhäusergebirge. Die Rothenburg, der Barbarossaweg, der Burghof und besonders das Kyffhäuserdenkmal kann man auf Schritt und Tritt auf seinem herrlich gestaltetem Anwesen finden. Und das nicht nur, weil das Kyffhäuserdenkmal mit 111 Jahren genauso alt ist wie sein Elternhaus.

Nein, ihn fasziniert die Geschichte rund um den Kaiser Rotbart und Kaiser Wilhelm oder den alten Hindenburg, die er gründlich erforscht und in seinen Aufzeichnungen festgehalten hat. Und so wundert es nicht, dass sich in seiner Sammlung herrliche Bilder von all dem wieder finden und auch das bekannte Gedicht über die Barbarossasage einen besonderen Platz in seiner Kaiserpfalz gefunden hat. „Auf so etwas können nicht mal der Tourismusverband Kyffhäuser oder die Besitzer der Denkmalwirtschaft Burghof verweisen“, ist Fritz Barthelmann stolz. Wenn am Montag der 111. Geburtstag mit 111 Cent Eintritt am Kyffhäuser gefeiert wird, darf Fritz Barthelmann natürlich nicht fehlen. Und auch die Eröffnung der Arche von Nebra am kommenden Donnerstag steht fest in seinem Terminkalender. Dass Fritz Barthelmann sein Privatmuseum auf so umfangreiche und interessante Art einrichten konnte, hat er auch der Geduld und Toleranz seiner Frau Margit zu verdanken, die ihn in allem unterstützt und über seine Sammiersucht großzügig hinweg sieht. „Denn wenn mich etwas anlacht, vergesse ich alles rundherum“, gesteht der Rentner freimütig. Als Weggefährten möchte er Hermann Krahmer erwähnen sowie seinen scheuen Haus- und Hofmaler Müller aus Ichstedt.

 

Thüringer Allgemeine (Ausgabe Artern) vom 15. Juni 2007 von NN

Zeitreise auf dem Berg

Mittelalter-Programm auf dem Kyffhäuser / Am Geburtstags-Montag nur 111 Cent Eintritt


Der Jubiläums-Monat Juni läuft ja am Kyffhäuser-Denkmal schön sehr gut. Am kommenden Montag geht nun auch die offizielle Festwoche zum 111-jährigen Kyff häuser-Jubiläum los. Und da gibt es für die Besucher viel zu erleben.

KYFFHÄUSER.
Bereits seit dem 1. Juni begeht man auf dem Kyffhäuser das Schnapszahl-Jubiläum. Denn im Juni 1896, also vor 111 Jahren, wurde das Kaiser-Wilhelm-Denkmal eingeweiht. Und so bekommt seit dem 1. Juni jeden Tag der 111. Besucher freien Eintritt und einen Jubiläums-Korn aus der Nordhäuser Traditionsbrennerei. im Juni-Durchschnitt kämen täglich etwa 650 zahlende Besucher auf den Berg, heißt es vom Tourismusverband Kyffhäuser.

Am kommenden Montag, dem 18. Juni, jährt sich nun der eigentliche Einweihungstag des Denkmals zum 111. Mal. Und da sollen zur Feier des Tages die Besucher noch mit einer zusätzlichen Sonderaktion angelockt werden. Denn an diesem Tag kostet die Eintrittskarte nur 111 Cent und ist damit erheblich günstiger als der reguläre Tarif. Und so hofft man, am Montag - auch wenn das nicht unbedingt einer der besucherstarken Wochentage ist - bei der Gästezahl die magische 1000 zu knacken, Vielleicht werden‘s ja sogar 1111? Einen tollen Nachmittag gibt es dagegen bereits am kommenden Samstag, dem 16. Juni. Ab 13 Uhr wird die Theatergruppe „Tempus Saltos“ auf dem Kyffhäuser ein heiter-ironisches Stück rund um die Sage von Adelheid und Ludwig dem Springer aufführen.

 Zudem gibt es handgemachte mittelalterliche Musik mit der Gruppe „Tunichtgut“ aus Sangerhausen. Und am Sonntag wartet dann wieder Gerwig von Kyffhausen, ein leibhaftiger Zeitgenosse von Kaiser Barbarossa, mit einer Sonderführung um 15 Uhr auf Neugierige, die ihm folgen wollen. Also, wer am Montag arbeiten muss und keine Zeit hat für einen Ausflug zum Kyffhäuser, sollte Samstag oder Sonntag vorbei schauen - vielleicht mit Glück als der l11....

 

Thüringer Allgemeine (Ausgabe Artern) vom 14. Juni 2007 von NN
Lebensgefahr online

Seit einiger Zeit können alle, die wollen, nicht nur ihr komplettes Fotoalbum ins Internet hochladen, sondern auch selbst gedrehte Videos der mehr oder minder interessierten Öffentlichkeit präsentierten. Auf den entsprechenden Seiten wie Youtube oder MyVideo finden sich auch etliche Filme, bei denen Motorradfahrer ihre halsbrecherischen Rasereien über den Kyffhäuser mitgedreht haben.

KYFFHÄUSERKREIS (st).
FirstEvil666 ist 30, stolzer Besitzer einer Videokamera und einer Kawasaki ZX-6R - und Freund selbst gedrehter Actionfilme. Deswegen brettert er auch in knapp zehn Minuten von Kelbra aus bis zur Abfahrt zum Kyffhäuserdenkmal und wieder zurück und filmt dabei seinen Ritt. Das klingt schon recht waghalsig. Wenn man dabei allerdings auch noch bedenkt, dass er sich im öffentlichen Straßenverkehr bewegt und deswegen des Öfteren bedrohlich dicht auf gemütlich dahinbummelnde Familienkutschen auffährt, läuft es einem eiskalt den Rücken runter.

Zehn Minuten dauert der Film, den FirstEvil666 auf dem Internet-Portal Youtube zeigt. Zehn Minuten lang starrt der Betrachter auf den Computerbildschirm und erwartet das Unglück, das zum Glück ausbleibt. Obwohl der Kawasaki-Pilot mehr als einmal ohne jede Sicht überholt, die gewählte Geschwindigkeit jenseits von gut und böse ist.

Egal, ob auf Youtube.com, auf MyVideo.de oder Clipfish.de - Raservideos vom Kyffhäuser stehen hoch im Kurs. Im Schnitt wurden die Filme 1000- bis 2000-mal angeklickt. Angesichts eines Angebots von mehreren Hunderttausend Videos kein schlechter Schnitt. Nicht alle Filmer riskieren ihr und das Leben anderer, es gibt auch schöne Mitschnitte entspannter Kyffhäusertouren. Aber immer wieder finden sich dazwischen selbst ernannte Profifahrer, die die Welt an ihren Künsten teilhaben lassen wollen und mit Höchstgeschwindigkeit über den Berg brettern.

Doch was sagen die Betreiber dazu? "Die User sind für ihre eingestellten Inhalte selbst verantwortlich. Das heißt, die Inhalte werden vorab nicht kontrolliert, geschweige denn zensiert. Sollte wider Erwarten sittenwidriges oder illegales Ma- terial auf MyVideo gelangen, haben die Zuschauer die Möglichkeit, mit einem Mausklick ein Video zu melden. Diese Videos werden binnen Minuten von der Seite genommen", teilte Miriam Rupp von MyVideo.de mit. Die anderen antworteten überhaupt nicht auf die TA-Anfrage. Die Polizei kann die Filme zwar anschauen - etwas unternehmen lasse sich da aber nicht, meinte der Pressesprecher der Polizeidirektion Nordhausen, Thomas Soszynski, gestern. "Das Problem ist immer das selbe", setzte er hinzu. Selbst wenn man das Nummernschild erkennen könne - der Fahrer ist durch den Helm und die Lederkombi nicht genau zu identifizieren.

Auch wenn die Beamten versuchen, die Motorradraser zu blitzen, sei dies der größte Hindernisgrund. "Sicherlich haben Motorräder vorn kein Nummernschild. Aber das lässt sich durch eine weitere Kamera, die die Raser von hinten ablichtet, lösen", sagte Soszynski. Problematisch sei vielmehr, dass die Raser dann auch gleich gestoppt werden müssen. "Denn sonst ist es wieder nahezu unmöglich festzustellen, wer da unter Helm und Kombi verborgen war", so der Polizeisprecher. Wenn die Witterung stimmt, seien die Beamten der PD allerdings jetzt schon verstärkt den Motorradrasern auf den Fersen. "Da geht es nicht um die kleinen Fische, die vielleicht zehn oder zwanzig Kilometer zu viel draufhaben", sagte er weiter. Nein, man wolle an "die Verrückten". Wie den Fahrer, den man im Unstrut-Hainich-Kreis mit 235 Sachen auf der Landstraße blitzte. Oder den Raser, der es innerhalb der Stadt auf 185 brachte.

Auf dem Kyffhäuser sei die Sache noch schwieriger. "Da findet sich kaum eine Gerade, auf der wir exakt messen können", so Soszynski. Zudem habe sich eine Polizeipräsenz binnen Minuten auf dem ganzen Berg herumgesprochen: "Dann können wir erst mal Feierabend machen." FirstEvil666 kann also, so lange er nicht in der Leitplanke landet, weiter seine Filmchen drehen. Zumindest so lange, bis die Thüringer Polizei selbst unter die Videofilmer geht. Mit Kameras ausgerüstete Motorräder sind anderswo bereits im Einsatz. Die liefern übrigens auch die schärferen Bilder und vergessen nicht, wie der rasende Filmstar, den Blinker auszuschalten. . .

 

Thüringer Allgemeine (Thüringen) vom 12. Juni 2007 von Renate RUSCHE

Arche Nebra

Sachsen Anhalt macht Thüringen vor, wie man touristisch richtig punkten kann

Um die erfolgreiche Vermarktung der Straße der Romanik und des Wasserwanderns beneidet der Kyffhäuserkreis die sachsen-anhaltinischen Nachbarn schon lange. Leider verhindern fehlende Fördergelder trotz eigener romanischer Bauten und wachsender Begeisterung fürs Wasserwandern auf der Unstrut, dass man vom Erf olg der Nachbarn profitiert. Ahnlich wird es mit den „Himmelswegen“ ausgehen, die man als Achse Hohe Schrecke - Kyffhäüser - Brocken gern für sich mitvermarkten würde.

KYFFHÄUSERKREIS.
Seit Raubgräber auf dem Mittelberg bei Wangen in Sachsen-Anhalt, zehn Kilometer hinter der Landesgrenze zu Thüringen, 2002 den spektakulären Fund der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra machten, kennt fast jeder das „Land der Himmelsscheibe“; und startete Sachsen-Anhalt eine 10-Millionen-Investition in das Projekt Arche Nebra, das am 21. Juni eröffnet wird. Am Ort der spektakulärsten archäologischen Funde der letzten Jahre entstand ein 30 Meter hoher Aussichtsturm, von dem aus man die Fundstelle überblicken kann, sowie in unmittelbarer Nähe das bisher weltweit einzige archäologische Besucherzentrum Arche Nebra, das die Sicht bis zum Brocken frei gibt, bei gutem Wetter. Auch bei der Werbung für das Bescuherzentrum Arche Nebra machte Sachsen-Anhalt richtig Betrieb und startete eine bundesweiten Webefeldzug für 45 000 Euro.

Der Landesarchäologe Harald Meller rechnet pro Jahr mit 100 000 Besuchern. Das Interesse dürfte noch steigen, wenn die Hirnmelsroute komplett ist. Bereits 2007 machte man die in Deutschland einmalige Erlebnisroute „Himmelswege“ zu einem gefragten Reiseziel für alle Archäologieinteressierten. Sie führt bisher zu einem jungsteinzeitlichen Großsteingrab mit „Dolmengöttin“ in Langeneichstädt bei Merseburg und zum weltältesten Sonnenobservatorium in Goseck nahe Weißenfels, das lange vor der Entstehung von Stonehenge errichtet wurde. Die Arche Nebra ist der dritte Baustein. Komplett ist die Himmelsroute im Frühsommer 2008, wenn im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale eine neue Dauerausstellung zur Bronzezeit zu sehen sein wird, gekrönt vom Original der Himmeisscheibe. Die Route Himrnelswege ist damit eine Ergänzung für die überdurchschnittlich erfolgreich am Reisernarkt platzierten Angebote zu den sachsen-anhaltinischen Landesprojekten „Straße der Romanik“ und „Blaues Band - Wassertourismus in Sachsen-Anhalt“. Bei allen drei Tourismusangeboten ist der Kyffhäuserkreis außen vor. Und das, obwohl sie alle drei direkt den Kreis tangieren. Der Chef von Europas größter Modellbahn in Wiehe, Hans-Jörg Stiegler, hat es längst aufgegeben, auf Hilfe aus dem Erfurter Tourismusministerium von Jürgen Reinholz (CDU) zu hoffen. Und das, obwohl er sich mit seiner Bahnanlage und dem Hotel „Kaiserpfalz“ in direkter Nachbarschaft zur Unstrut, dem Kloster Memleben und der Arche Nebra befindet.

Ähnlich geht es den Kommunen Wiehe, Roßleben, Bottendorf oder Artern, an denen die zahlungskräftigen Touristen auf der „Straße der Romanik“ in wenigen Kilometer Entfernung zum Stift Sangerhausen oder dem Schloss Allstedt direkt vorbei geführt werden. Denn an einer länderübergreifenden Vermarktung beteiligt sich Thüringen bis heute nicht. Und das,. obwohl mit dem einzigartigen romanischen Klosterturm in Göllingen der Kyffhäuserkreis eine Bereicherung für die „Straße der Romanik“ wäre. Beim Wasserwandern sieht es ähnlich aus, an der Schleuse Memleben an der Grenze zu Thüringen ist Schluss. Von hier kommt man per Boot nicht nach Naumburg oder Freyburg. Doch wie sollte es Thüringens Wirtschafts- und Tourismusministerium auch auf die Reihe bringen, länderübergreifend etwas zu tun, wenn der Wirtschaftsminister noch nicht mal innerhalb des Landes zu seinen Zusagen steht. So hat er vor Jahren auf dem Kyffhäuser versichert, dass er bei der Entwicklung des Wahrzeichens des Kyffhäuserkreises mithelfen wolle. Konkret ging es um die Förderung eines gläsernen GeoLiftes, der von der Denkmalwirtschaft Burghof zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal führt. Bis heute blieben die Zusagen des Ministers Worthülsen. Aktuell kümmert sich ein Konsortium aus Unternehmern um das Projekt, das dem Kyffhäuser mehr Besuchern bringen soll. Eine weitere Spur des Versagens hinterlässt der Freistaat am Stausee Kelbra, Weil man auf „sachsen-anhaltinischem Gebiet keine Projekte fördert“, wurde auch im Thüringer Teil, in der Gemarkung Badra, bis heute nichts für den Tourismus getan. Auch das nutzen die Sachsen-Anhaltiner für sich als Einnahmequelle. Denn inzwischen wird nicht nur das Strandbad ausgebaut, sondern auch das Surfen.

Erst vor wenigen Tagen schämte sich Kyffhäuser-Landrat Peter Hengstermann (CDU) für das Thüringer Tourismusministerium. Er hatte die Schirmherrschaft für eine Segelregatta auf dem Stausee übernommen und war gefragt worden, ob Thüringen nicht eine Schneidemaschine fördern könnte, damit der Pflanzenwuchs eingedämmt und die Wasserqualität verbessert werden kann. Doch auch dafür fließt aus Erfurt kein Cent. Ähnlich sieht es bei der Sicherung des Steilhanges am Kyffhäuser aus. Die muss der finanzschwache und mit der höchsten Arbeitslosigkeit gestrafte Kyffhäuserkreis allein finanzieren. So macht sich die Landesregierung in Nordthüringen unbeliebt, vertut Chancen im Tourismus und lässt das Geld auf der Straße liegen.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 02. Juni 2007 von NN

111 Cent Eintritt zum 111. Geburtstag

Im Juni 1896 Jahren wurde das Kyffhäuser Denkmal feierlich eröffnet. Dieses Schnapszahl-Jubiläum ist dem Tourismusverhand Kyffhäuser-einige interessante Angebote im Jubiläumsmonat Juni2007 wert.

KYFFHÄUSER.
Seit dem gestrigen 1. Juni erhält an jedem Tag dieses Monats der 111. Besucher freien Eintritt für das Kyffhäuser Denkmal sowie einen Jubiläumskorn, der extra für diesen Anlass von der Nordhäuser Traditionsbrennerei abgefüllt wurde. Am eigentlichen Geburtstag, dem 18. Juni, dürfen dann alle Gäste zum stark ermäßigten Preis von 111 Cent (1,11 Euro) das imposante Denkmal aus rotem Sandstein besuchen. Natürlich lockt das Wahrzeichen des Kyffhäuserkreises in den kommenden Wochen auch mit attraktiven Veranstaltungen: Am heutigen 2. Juni startet der 8. Kyffhäuser Turmtreppenlauf, am 16. Juni dürfen sich die Besucher auf Theateraufführungen und musikalische Unterhaltung freuen. Und am 22. Juni wird die neue Glaskuppel in der Turmspitze des Kaiser-Wilhelm-Denkmales feierlich der Offentlichkeit übergeben. Obendrein versprechen historische Sonderführungen an den Juni-Sonntagen spannende und interessante Einblicke in die Geschichte der alten Reichsburg und des Denkmals.

Den würdigen Abschluss der 111-jährigen-Jubiläumsfeierlichkeiten bildet am 30. Juni ein Feuerwerksspektakel der besonderen Art: „Kaiser in Flammen - Wenn der Traum die Nacht verlässt“ lautet hier das Motto. Seien Sie dabei, wenn sich vor der herrlichen Kulisse des Kyffhäusers zauberhafte Bilder entwickeln. Bestaunen Sie lodernde Flammen und Feuerkreise, die den Sternenhimmel eindrucksvoll verzieren. Bengalische und römische Lichter, szenische Wasserfallbrände und goldener Sternenregen lassen den Abendhimmel über Kaiser Barbarossa in nahezu vollkommener Schönheit erstrahlen, versprechen die Veranstalter. All diese Veranstaltungen am Kyffhäuser-Denkmal und noch viel mehr Informationen finden Sie unter:

TA-Internetservice:
www.kyffhaeuser-tourismus.de

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 02. Juni 2007 von NN

Nordhausen brennt Schnaps fürs Jubiläum

111 Jahre. und noch immer top in Form: Jetzt im Juni knallen die Korken - feiert das legendäre Kyffhäuser Denkmal Geburtstag. Keinen runden, sondern einen mit einer hochprozentigen Schnapszahl.

KYFFHÄUSER.
111 Jahre thronen nun schon die mächtige, in Stein gehauene Barbarossa-Figur sowie das monumentale Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. auf dem Berg. Bei einer Schnapszahl lassen sich die Kaiser natürlich nicht lumpen: Anlässlich des Kyffhäuser-Jubiläums erhält bis Ende August täglich jeder 111. erwachsene Geburtstags-Gast beim Besuch des Denkmals einen Jubiläumskom! Den hat die Traditionsbrennerei Nordhausen extra für den Rotbart in limitierter Sonder-Edition abgefüllt. Sicher wird sich Kaiser Barbarossa angemessen revanchieren, denn auch der Echte Nordhäuser Korn feiert in diesem Jahr Geburtstag, seinen 500.!

Das Kyffhäuser Denkmal ist mit 81 Metern das zweitgrößte Denkmal in Deutschland. Der Tuim ist das architektonische Hauptelement, an dessen Schauseite die Traditionslinie der Hohenstaufer-Hohenzollern zu erkennen ist. Am Fuße des Denkmals thront die Barbarossa-Figur, darüber erhebt sich auf einem Sockel das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm 1.. Krönender Abschluss: die Turmkuppel, eine stilisierte deutsche Kaiserkrone, von der die Besucher einen atemberaubenden Blick auf die Landschaft zwischen Harz und Thüringer Wald genießen. Das Denkmal befindet sich im Kyffhäuser-Erlebnisreich. Kaum sonst in Deutschland findet man auf engstem Raum eine so große Vielfalt an Zeitzeugen einer 2000-jährigen Geschichte. Kaiser, Könige, Grafen und Fürsten hinterließen hier Burgen, Schlösser, Pfalzen und Wehranlagen.

Das Kyffhäuser Denkmal steht auf dem 457 Meter hohen Burgberg des Kyffhäuser-Gebirges, auf dem man die Uberreste einer einst mächtigen Burganlage findet. Mit 600 Metern Länge und 60 Metern Breite war die Reichsburg Kyffhausen eine der größten mittelalterlichen Burgen Deutschlands.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 02. Juni 2007 von NN

Burghof-Erforscher sind beneidenswerte Jugendliche

Mit Interesse lasen Heinz und Irene Wagner die TA-Berichte über den Kyffhäuser und die Traditionswirtschaft Burghof. Heinz Wagner kam im Dezember 1946, nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft, zum Burghof, den sein Schwiegervater vom Staatshochbauamt Sondershausen gepachtet hatte.

KYFFHÄUSER.
Aber: Wie sah das schöne Hotel aus?! Der Krieg war vorbei und die ersten Besatzer waren amerikanische Soldaten, die dann von den Russen abgelöst wurden. Die russischen Besatzer hatten im Hotel alles verwüstete. Es gehörte großer Mut zu einem Neubeginn, denn durch den verlorenen Krieg war es sehr schwierig, Ersatz zu beschaffen. „Ich führe das an, denn ich denke, dass diese Aufbauleistung meines Schwiegervaters Heinrich Rumrich erwähnenswert ist. Zudem bin ich fest davon überzeugt, das die aktuellen Besitzer ein Glücksfall für den Burghof sind“, schreibt Heinz Wagner. Bis 1950 war es seiner Familie gelungen, den Burghof wieder einzurichten und in Ordnung zu bringen. „1951 wurden wir durch Denunzierung enteignet und von der Stasi verhaftet. Das Hotel auf dem Berg wurde Erholungsheim, Besonders interessant finde ich, das die Abiturienten der Kurstadt mit, ihrem Lehrer Jürgen Schweser die Geschichte des Burghofs erforschen. Eine beneidenswerte Generation junger Menschen, denen hoffentlich eine gute und friedliche Zeit bevorsteht. Ich persönlich kam in deren Alter als Soldat nicht auf die Universität, sondern mit 19 Jahren in den furchtbaren Krieg eines wahnsinnigen Hitler“.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 02. Juni 2007 von NN

Bis Juni 1914 lief es super

Vom Leben im Burghof und am Kyffhäuser Denkmal in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg

Im Juni vor 111 Jahren wurde das Kyffhäuser Denkmal eröffnet. Die älteste Anlage der Sommerwirtschaft der Denkmalwirtschaft Burghof unterhalb des Denkmals ist sogar noch drei Jahre älter.

KYFFHÄUSER (js).
Die Mittel für den Bau des Kaiser-Wilhehn-Denkmals sowie für den Burghof wurden durch Spenden deutscher Kriegervereine aufgebracht. Die Kriegsteilnehmer der Einigungskriege von 1864, 1866 und 1870/71 sahen es als ihre patriotische Pflicht an, ihrem Kriegsherren Kaiser Wilhelm 1. ein würdiges Denkmal zu setzen und dies auch selbst zu finanzieren. So waren es zumeist einfache Soldaten, die in ihren Kriegervereinen, den größten Massenorganisationen des Kaiserreiches, Geld sammelten. Auch in den Jahren nach der Einweihung 1896 blieben sich die Kriegervereine und damit die ehemaligen Soldaten dieser Rolle bewusst, was sich in Diskussionen um diverse Preise immer wieder zeigte. So kam es fast ständig zu Anfragen, ob Ermäßigungen für Mitglieder der Kriegervereine möglich seien.

Der Vorstand des Kyffhäuserbundes sah dies ähnlich und unternahm stets Anstrengungen, alten Kriegern Vergünstigungen für Fahrten, Eintritt und Verpflegung zu gewähren. In den Jahren vor dem 1.Weltkrieg waren es meist die Monate Mai bis August, die an den Wochenenden unzählige Vereine auf den Kyffhäuser zogen. Sonderzüge mit verbilligten Fahrten gab es, wurden aber kaum genutzt. Höchstens bis Frankenhausen oder Berka, dann ging es zu Fuß auf den Berg. Ein einspänniges Fuhrwerk von Frankenhausen zum Kyffhäuser kostete 7 Reichsmark. Das konnten sich nur wenige leisten. Ein Platz im Pferdeomnibus, der eine Stunde zum Kyffhäuser benötigte, kostete eine Reichsmark. Der Vorstand musste in der Vereinszeitung „Parole“ immer wieder darauf hinweisen, dass der Weg zum Denkmal Stunden dauert und anstrengend war. Nach mehrstündiger Zugfahrt war die Verpflegung der oft über 100 Kameraden nicht einfach, da die Mittel begrenzt waren. Der Burghof war zentraler Anlaufpunkt, wo man sich vor dem Rückweg stärkte. Betrachtet man die Besucherzahlen einzelner Tage und erinnert sich an die technischen Möglichkeiten, fragt man sich, wie der Wirt des Burghofes das gemeistert hat Am 20. Mai 1909 waren es z.B. 800 Personen der Kriegervereine aus Leipzig, die das Denkmal besuchten und im Burghof ein kehrten. Immer wieder gab es Diskussionen über den Preis einer Mahlzeit. Ein Mittagessen mit Suppe, Fleisch und Kartoffeln sollte nicht über 60 Pfennige kosten. Wirt Reinecke von der Rothenburg bot ein Essen für 75 Pfennige, im Burghof kostete es 90.

Der Vorstand überprüfte die Kalkulation des Wirtes und nahm Einfluss auf den Preis. Ein Politikum war der Bierpreis. 1909 kostete ein Liter, geliefert von der Brauerei in Kelbra, im Ankauf 17 Pfennige, dazu kam die Biersteuer von 10 Pfennigen. Verkauft wurde der Liter für 40 Pfennige, also 13 Pfennige Gewinn für den Wirt, Sorgen um den Gewinn musste sich der Wirt nie machen, ehr darüber, wie es zu schultern war. Die Wirtin Katharina Zimmermann hatte 1908 Einnahmen von 39 845 RM. Dem standen Ausgaben von 13 642 (RM) Reichsmark gegenüber. Nach Abzug der Pacht von 9250 RM sowie den Löhnen u.ä. blieb ein beträchtlicher Gewinn. Voraussetzung war solides Arbeiten. Daran scheint es dem folgenden Pächter Max Periberg gefehlt zu haben, weshalb fix Herr Gustav Schalk den Burghof am 1. Oktober 1911 übernahm. 1912 hatte Schalk alle Hände voll zu tun, um die vielen Gruppen zu verpflegen. Am 10. Juni war z.B. die Kornhausgenossenschaft Nordhausen mit 256 Personen zum Essen da, am 16. Juni der Kriegerverein Kronau mit 238 Leuten. Immer mehr wurden auch Ubernachtungen verzeichnet. Für den 2. Juni 1912 z.B. der Kreiskriegerverein Rotenburg/Fulda mit 150 Leuten. Der Preis für die Übernachtung mit Frühstück lag zwischen 2,50 und 3,50 RM. Das ging 1913 so weiter.

Absoluter Rekord scheint der Besuch des Kriegervereins der Stadt Nordhausen und der Grafschaft Hohenstejn am 15. Juni gewesen zu sein: 1500 Kameraden, davon 461 auch zum Mittagessen, waren angesagt! Nach Absprache mit dem Vorstand und bei vorheriger Anmeldung kostete ein Mittagessen mit Suppe, Gemüse, Braten, Salat und Kompott 1,50 Reichsmark, eine Ubernachtung mit Frühstück zwei Reichsmark. Der Eintritt ins Denkmal und die Besteigung des Turmes kosteten bei Voranmeldung 10 Pfennige. Burgwirt Schalk bekam 1913 vom Vorstand als Gegenleistung für seine Preisnachlässe 3000 Reichsmark. Der letzte gastreiche Tag vor dem Krieg war der 5. Juli 1914. Der Landeskriegerverband Hassia Hessen reiste mit 405 Personen zum Mittagessen an, von denen 45 übernachten wollten. Mit dem 1.Weltkrieg kam der Besucherverkehr fast vollständig zum Erliegen. 1915 war nicht ein einziger Verein zu Gast, ebenso 1916. Besucher aus den umliegenden Orten gab es weiter. Gäste zum Mittagessen gab es aber nur wenige, Ubernachtungen kaum. Ab 1916 war die Bereitstellung von Lebensmitteln ein Problem. Die Wirtschaft wurde in diesen Jahren von Schalks Frau betrieben, da er selbst als Landsturm-Gefreiter im Feldartillerieregiment 19 Dienst tat. Der Vorstand versuchte, der Wirtschaft ein erholungsbedürftiges Armeepferd zur Verfügung zu stellen, da der Betrieb auf dem Berg sonst nur schwer aufrecht zu erhalten war, was aber misslang.

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 19. Mai 2007 von NN

Traditionell auf Tour

Sonnenschein begleitete zu stimmungsvollen Männertagsrunden mit Freunden und ganz in Familie

Das Wetter meinte es gut am Männertag. Hinaus in die grünende Natur zog‘s da vielfach. An beliebten Ausflugszielen und um den heimischen Grill herrschte oftmals bald Hochbetrieb.

KYFFHÄUSERKREIS (ph).
Verabredet wurde sich längst. Das Proviant war gepackt. Bierchen und Wackelmänner an Bord von Bollerwagen, Trecker, in Rucksack oder Kofferraum. Gemeinsam ging‘s vielerorts auf traditionelle Männer- oder Vatertagstour. Mächtig Betrieb herrschte an den traditionellen Anlaufpunkten. Überall waren die Grillroste angeschmissen, zur Stärkung der Wanderschar. Natürlich nutzten auch viele Familien den freien Tag zum Ausflug oder Treffen mit Freunden am heimischen Grill. Zum Kyffhäuserdenkmal zog‘s schon am frühen Morgen viele Ausflügler. Aus der Region oder wie die Jungs aus Sittendorf oder das Himmelfahrtskommando Kornblumenblau aus Leipzig, zeitweise schien sich halb Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen zu versammeln, der Kyffhäuser war begehrtes Ausflugsziel.

Und bei passendem Wetter knatterten natürlich auch die Motorräder en masse hinauf zum Wahrzeichen. Im Burghof gab‘s zur Speis und Trank Musike, wie auch in der Gutswirtschaft in Braunsroda, der Sennhütte in Bad Frankenhausen, bei den Kleingärtnern im Kyffhäusergrund oder bei „Friedchen“ in Artern Leckeres vom Grill und aus dem Fass oder halt wie aus der Feuerwehr-Gulaschkanone in Gorsleben deftige Erbsensuppe. Voigtstedter zogen mit Vorliebe wieder Richtung Kuhlöcher, Und während die Herren augenscheinlich vielerorts doch in der Uberzahl waren, so waren‘s in Reinsdorf die Frauen, beim Kegelturnier. In Artern nutzte der Sahneverein indes den freien Tag zum „Antreten im Solebecken“ - mit Gänsehautgarantie beim Laufen im elf Grad Celsius kalten Solewasser. Helga Künne (71) ist zwei- bis dreimal in der Woche am Treten und auch Margarete Spicher (82) weiß die gute Wirkung selbst im Winter zu schätzen.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 07. Mai 2007 von Grit POMMER
Für die Opfer da

Zehn Jahre Weißer Ring Artern auf dem Kyffhäuser gefeiert / Prominente Moderatorin verpflichtet

Wenn eine Straftat geschieht, dann sind sie für die Opfer da - die ehrenamtlichen Helfer vom Weißen Ring. Seit zehn Jahren hat die Organistion auch im Kyffhäuserkreis eine sehr engagierte Außenstelle. Das Jubiläum wurde am Samstagabend auf dem Kyffhäuser gefeiert.

KYFFHÄUSER
Die Zahlen sind beeindruckend. Gut 6600 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben die elf Mitarbeiter des Weißen Rings im Kyffhäuserkreis in den vergangenen Jahren geleistet. 130 Kriminalitätsopfern und ihren Familien standen sie bei. Bauten sie moralisch wieder auf vermittelten ihnen Rechtsberatung und Therapien, besorgten Geld für schnelle Hilfe, wo die Behörden sich sträubten oder die Mühlen zu langsam mahlten. Und: Sie organisieren Aktionen wie „Kraft gegen Gewalt“, die dazu beitragen sollen, Straftaten gleich von vornherein zu verhindern. Der Weiße Ring im Kyffhäuserkreis mit Sitz in Artern ist eine der aktivsten Außenstellen in ganz Thüringen. Und mit 75 Mitgliedern die zweitstärkste nach der in Erfurt.

Ihr Gründer und Motor ist Manfred Gerboth aus Artern. Der Pfarrer im Ruhestand engagiert sich unermüdlich für „seine“ Organisation. Und er sorgte dafür, dass sich bei der Festveranstaltung zum Zehnjährigen am Samstagabend im „Burghof“ auf dem Kyffhäuser unter den 135 Gästen auch Prominente befanden: Seine Tochter Christiane Gerboth, sonst für Pro 7 auf dem Bildschirm, moderierte diesmal zusammen mit ihrem Vater auf der Bühne. Und ihr Lebensgefährte Hans-Ulrich Jörges, stellvertretender Chefredakteur des „Stern“, hielt den Festvortrag zum Thema „Das Ehrenamt in unserer Gesellschaft“. Um das sei es gar nicht mal so schlecht bestellt, wie es Politikmudigkeit und schwindende Wahlbeteiligung vermuten lassen könnten, stellte Jörges mit Blick auf die Statistik fest. In Deutschland seien 23 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv - in Sport- und Fördervereinen und in Hilfsorganisationen wie dem Weißen Ring. „Sie haben dabei die wahrscheinlich schwierigste Aufgabe“, bescheinigte er den ehrenamtlichen Mitgliedern. „Weil sie es mit Tabus zu tun haben.“

Die Opfer wollen sich nicht zeigen. Und die nicht Betroffenen haben mit dem unangenehmen Thema am liebsten auch weiter nichts zu tun. In diesem schwierigen Feld gelte es immer wieder die Balance zu finden. Jeder, der ehrenamtlich aktiv sei, sollte Stolz und Selbstbewusstsein zeigen. Denn: „Was Bürger selbst organisieren, das funktioniert meist besser, als wenn es der Staat tut“, so Jörges. Und es kostet auch weniger. Die Festveranstaltung auf dem Kyffhäuser sollte derweil auch ein Dankeschön sein. Für die fünf Frauen und sechs Männer vom Weißen Ring, die im Kyffhäuserkreis ehrenamtlich mit Opfern arbeiten. Für die Mitglieder, die die Arbeit des Weißen Rings über ihre Beiträge finanziell unterstützen. Und für die vielen Partner im öffentlichen Leben des Kreises. Deshalb durfte Samstagabend auch gefeiert werden - mit großem Buffet und einer wunderbar swingenden „Little Bigband“.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 24. April 2007 von Renate RUSCHE
Projekt GeoFahrstuhl

1,6 Millionen Euro sind nötig, Besuchern den Weg zum Kyffhäuserdenkmal zu ersparen

Was das Regionalmanagement, die Firma Wulf Bennert die Kreisverwaltung und die Besitzer der Denkmalwirtschaft Burghof vor geraumer Zeit andachten, ist noch nicht gestorben - der GeoFahrstuhl zum Kyffhäuserdenkmal hinauf. Heute trifft sich wieder die Arbeitsgruppe GeoFahrstuhl, die sich auch auf der sächsischen Festung Königstein nach machbaren Betreibermodellen umsah.

KYFFHÄUSERKREIS
Jahr für Jahr steht der Tourismusverband Kyffhäuser in der Kritik, weil die Besucherzahlen am Wahrzeichen des Kreises vor sich hin dümpeln. Im Zusammenhang mit dem sanierten Barbarossaturm, der bis 2008 auch noch ein interessantes Inneres erhalten soll, kam deshalb erneut die Idee von einem Fahrstuhl zum Denkmal auf. Denn noch immer scheuen ältere und behinderte Besucher, aber auch Familien mit Kleinkindern, den langen Fußmarsch, bei dem über 50 Höhenmeter zu überwinden sind. Doch diesmal sollte es nicht nur ein einfacher Fahrstuhl nach oben sein. Nein, im GeoPark Kyffhäuser sollte ein GeoFahrstuhl her - möglichst mitten durch den Berg. Die Variante hat zudem den Vorteil, dass man sich viel Ärger mit Natur- und Denkmalbehörden erspart, weil so ein Fahrstuhl keine Fernwirkung hat, den Berg also auch nicht dominiert.

Einige Zeit wurde die Idee in der Öffentlichkeit diskutiert, verschwand dann aber wieder aus dem Blickfeld, weil sich niemand fand, der die damals 1,3 Millionen Euro Baukosten aufbringen konnte oder wollte. Doch gestorben ist sie nicht, wie sich jüngst herausstellte. Hinter den Kulissen verfolgten Kreisverwaltung, Regionalmanagement, Prof. Dr. Wulf. Bennert und die Burghofbesitzer das Projekt weiter. Und holten sich neue Mitstreiter ins Boot. Darunter die Kyffhäusersparkasse, die sich „aus Verbundenheit zur Region“ an der Finanzierung beteiligen würde, und den Schachtbau Nordhausen. Der Schachtbau würde nicht nur in das Konsortium zur Finanzierung und Betreibung mit einsteigen, er könnte diesen Fahrstuhl sogar bauen. Denn diese Nordhäuser Firma mit ihren inzwischen 700 Mitarbeitern hat auch schon den Lastenaufzug mitten durch die Festung Königstein gebaut, der vom Fuß der einst bohmischen Burg und heutigen sachsischen Festung direkt in die Kasematten führt. Der Aufzug fasst 60 Personen und kann sogar mittlere Lastkraftwagen transportieren.

Der an die Festungsfassade angebaute Glasfahrstuhl hingegen wurde von der Kreisdelegation sofort verworfen, zu groß wären die Schwierigkeiten mit Denkmal- und Umweltschützern in Thüringen. Bei den Sachsen ist das einfacher, da gehört dem Land die Festung. Das größte Problem sind aber nicht die Ausführungsvariante und der Preis von 1,6 Millionen Euro für den GeoFahrstuhl, der gemeinsam mit dem Innenleben des Barbarossaturmes Ende 2008 fertiggestellt sein könnte. Größter Streitpunkt ist das Betreibermodell. Mit den Burghofbesitzern, Prof. Bennert und dem Schachtbau Nordhausen wären drei Private im Boot. Hinzu kämen der Kreis als Besitzer des Denkmalareals und die Kyffhäusersparkasse als Hauptfinanzierer. Der Tourismusverband Kyffhäuser sieht überall Probleme mit Eintrittskarten. Wer solle die wo verkaufen und abreißen, wer die vielen ermäßigten Karten kontrollieren und ist der Fahrstuhlpreis im Eintrittspreis fürs Denkmal mit enthalten. Alles Fragen, die noch nicht geklärt sind, weshalb der Kyffhäuserkreis jetzt alles in Frage stellt und nun über ein völlig neues Betreiberkonzept an seinem Denkmal nachdenkt.

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 09.April 2007 von NN
Ansturm von außerhalb

Vier von fünf Fahrzeugen, die über die Osterfeiertage die Bundesstraße 85 mit all ihren Kurven über das Kyffhäusergebirge ansteuerten, kamen aus anderen Bundesländern und Kreisen. Damit die Zweiradfahrer nicht zu sehr über die Stränge schlagen, hatte sich vorsichtshalber eine Polizeistreife in der Hälfte der berühmten 36 Doppel-Kurven postiert.

KYFFHÄUSER (rr). Wenn das Wetter stimmt, erleben nämlich zu Ostern traditionell Kaiser Rotbart und Kaiser Wilhelm den ersten großen Besucheransturm des Tourismusjahres. Kommen ansonsten an normalen Wochenenden pro Tag um die 1000 Besucher aus ganz Deutschland zum Kyffhäuser, um vom 1896 fertiggestellten Denkmal in die Goldene Aue zu blicken, sind es über Ostern oder auch Pfingsten glatt doppelt so viele. Aber nur, wenn das Wetter mitspielt. Leider hielten sich in diesem Jahr Sonne und Temperaturen nicht ganz an die Vorhersagen, dennoch sind die Mitarbeiter des Tourismusverbandes Kyffhäuser mit den 7000 zahlenden Gästen über die Osterfeiertage zufrieden. Auch sonst schaut der TVK-Geschäftsführer Herbert Knischka nach dem Besuchereinbruch im vergangenen Jahr wieder optimistischer vor-aus. "Ich bin sicher, dass es 2007 mit den Besucherzahlen wieder aufwärts geht. Die Fußballweltmeisterschaft hat uns doch schon enorme Einbußen beschert, weil die Leute hautnah am Fußballmärchen teilhaben wollten. Und das fand halt nicht auf dem Kyffhäuser statt", suchte Knischka nach Erklärungen.

Er war am Osterwochenende ebenso auf dem Denkmal anzutreffen wie die meisten seiner Mitarbeiter. Schließlich sollte ja alles glatt gehen, keiner der zahlreichen Gäste verärgert abziehen. Zwar musste man gleich an der Kasse am Eingang Wartezeit einplanen, doch wer einmal seine Schritte den Berg hinauf gelenkt hatte, ließ sich davon nicht schrecken. Am Ostersonntag wurde man dafür sogar mit Ostereiern und Süßigkeiten versöhnt, die Juliane und Isabell verteilten. Die beiden Mädchen aus der Kurstadt waren dafür extra ins Hasenkostüm geschlüpft. Am Denkmal hatte man neben den berühmten Halberstädtern mit einem Grillstand mit Thüringern für den Hunger der Gäste nach der Denkmalbesteigung vorgesorgt. Und wer ganz großes Glück hatte, erwischte eine der beliebten historischen Führungen von Gerwig von Kyffhausen, der mit seinen Sprüchen nicht nur die kleinen Besucher zum Nachdenken brachte.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 02. April 2007 von NN

Viel Geld gesammelt

Sozialverband fand mit seinen Listen wieder bereitwillige Spender


NORDTHÜRINGEN.
Vom 25. Februar bis 11. März führte der Sozialverband VdK seine diesjährige, im Bundesland Thüringen genehmigte Listensammlung durch. Obwohl sicherlich die meisten mit dem Geld rechnen müssen, trafen die Sammler aus den 14 Ortsverbänden des Kreisverbandes Nordthüringen mit ihrer Bitte um eine Spende für das soziale Wirken des Verbandes zumeist auf großes Entgegenkommen. Ärzte, Apotheker, Anwälte und Gewerbetreibende, aber auch Arbeitnehmer und Rentner halfen mit Spenden im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das Geld bleibe fast ausschließlich in den Ortsverbänden, so der VdK. Es diene der Betreuung vorwiegend älterer und behinderter Menschen. Das reiche von persönlichen Kontakten und Besuchen bei kranken und gehbehinderten Mitgliedern bis hin zu geselligen Verbandsnachmittagen und interessanten Vorträgen. „Die Spenden helfen den Ortsverbänden bei ihrem Bemühen um die Integration behinderter Menschen in das gesellschaftliche Leben vor Ort und für den Abbau von Barrieren für Behinderte“, heißt es weiter. Allen Spendern, auch für die kleinste Spende, ein großes Dankeschön!“ Alle Spender seien zu den Veranstaltungen des Verbandes willkommen.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 27. März 2007 von NN
Fahrstuhl zum Kaiserdenkmal

KYFFHÄUSERKREIS (rr).
Die Idee, von der Burghof-Gaststätte am Fuße des Kyffhäuserdenkmals bis zum Rotbart hinauf einen Fahrstuhl zu bauen, ist nicht gestorben.Was vor einem Jahr von Burghof und Regionalmanagement in konkrete Vorstellungen gepackt wurde, soll wiederbelebt werden. Dazu fährt eine Gruppe von Spezialisten und Kreis-Vertretern im April zur Festung Königstein in Sachsen.

Dort gibt es solch einen Fahrstuhl, der es nicht nur behinderten Menschen ermöglicht, hinauf zur Festung zu gelangen. Die Firma Bennert, die ums Denkmal sehr aktiv war, sitzt hier mit im Boot. In dem Zusammenhang würde auch gleich über ein neues Betreiberkonzept für das Gesamtareal nachgedacht, heißt es.

 

Thüringer Allgemeine (Ausgabe Artern) vom 24. März 2007 von NN

Fahrstuhl zum Kaiserdenkmal

KYFFHÄUSERKREIS (rr).
Die Idee, von der Großgaststätte Burghof am Fuße des Kyffhäuserdenkmals bis zum Rotbart hinauf einen Fahrstuhl zu bauen, ist nicht „gestorben“. Was vor einem Jahr von Burghof und Regionalmanagement in konkrete Vorstellungen gepackt wurde, soll wiederbelebt werden. Dazu fährt eine Gruppe von Spezialisten und Kreis-Vertretern im April zur Festung Königstein in Sachsen. Dort gibt es bereits sälch einen Fahrstuhl, der es nicht nur behinderten Menschen ermöglicht, hoch hinauf zur Festung zu gelangen. Die Firma Bennert, die ums Denkmal sehr aktiv war, sitzt hier mit im Boot. In dem Zusammenhang würde auch gleich noch über ein neues Betreiberkonzept für das Gesamtareal nachgedacht, heißt es.

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 24.März 2007 von Ingolf GLÄSER
Deckel drauf

KYFFHÄUSER.
Seit 111 Jahren dringt durch die offene Kuppel des  Kyffhäuser-Denkmals Nässe ins Innere ein und spült Fugen aus. Damit soll nun Schluss sein. Eine gläserne Glocke entsteht. Aber vor Ostern wird  man damit nicht fertig. Bis ganz hinauf geht es für die Besucher nicht. Das ist gut so, wird manch einer sagen, da sind es eben nicht 247  Stufen. Aber wenn man schon mal die Treppe im 81 Meter hohen Denkmal besteigt, wollen die meisten eben doch bis ganz hoch in die Kuppel. Doch diese ist schon seit Monaten nur den Bauleuten vorbehalten - und das bei Wind und Wetter. Denn in der Kuppel entsteht derzeit ein Metallgerüst, eine Art runder Pavillon, dessen Wände komplett aus Spezialglas sein werden. Natürlich gibt?s eine Tür, um in der Kuppel seine Runde zu  drehen und somit in alle Himmelsrichtungen zu schauen. Man entschied sich für eine runde Variante, weil Ecken für Spiegelungen sorgen. "Durch die offene Kuppel drangen in das 111 Jahre alte Bauwerk Regen und Schnee  ein. Die Nässe sorgte für Ausspülungen in den Fugen und damit für die Beschädigung des Gebäudes. Im oberen Bereich besonders stark, aber Wasser sucht sich seinen Weg. Selbst unten im Denkmal gab es Pfützen.

Nun machen wir einen Deckel drauf", erklärte Dr. Bärbel Angermann vom gleichnamigen Architekturbüro in Ebeleben, die das Projekt betreut, im Gespräch mit dieser Zeitung. Wegen des Pavillons musste auch der letzte  Abschnitt der Treppe komplett erneuert werden. Ob Besucher, Denkmal-Team, Tourismusverband - es gab in der jüngsten Vergangenheit immer wieder kritische Töne, weil die Arbeiten sichtbar nicht vorwärts gingen. "Das ist alles eine komplizierte Sache. Und so gerade wurde damals auch nicht gebaut. Sehr viele Teile entstanden in der Werkstatt und wurden dann in der Kuppel zusammengefügt", meinte die Architektin. Und wird es nun was mit der Freigabe der Kuppel zu Ostern? Da schüttelt die Architektin den Kopf. Und weiß, dass diese Antwort für so manche Unzufriedenheit sorgt. Die Freigabe erfolgt voraussichtlich erst Ende April. Aber das Gerüst mit der Hebebühne ist bis Ostern weg, versicherte sie.

"Wir haben es vor allem zu Beginn und zum Ende der Arbeiten gebraucht. Es wäre unwirtschaftlich gewesen, es zwischendurch ab- und dann wieder aufzubauen", ergänzte die Architektin. Trotz neuen Treppenabschnitts  sollen auch künftig wieder genau 247 Stufen bis zur Kuppel führen. Der Gang um den gläsernen Pavillon ist breiter geworden, was den Besuchern entgegenkommt.

23.03.2007

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 22.März 2007 von NN
Norddeutsches Drehteam am Kyffhäuser

Zu Beginn der Woche wurde das gute Wetter von Kameraleuten des Nordeutschen Rundfunks (NDR) dazu genutzt, um am Kyt/häuser zu drehen.
Catrin Auerbach (re) vom Burghof erläuterte dem Team der „Landpartie“ die Gegebenheiten. Die Sendung, soll am 8. April ausgestrahlt werden.

 

Thüringer Allgemeine (Kyffhäuser Allgemeine) vom 22. März 2007 von Traude Rosel WAGNER
Gleiche Stelle, 50 Jahre später

Mädchengruppe aus Kalbsrieth wanderte einst fast jede Woche einmal hinauf zum Kyffhäuser

Der Kyffhäuser war früher in der Region das Ausflugsziel Nummer eins. Aus Kalbsrieth zum Beispiel wanderte eine Gruppe Mädchen fast jede Woche rauf zum Denkmal. Jetzt - nach 50 Jahren - trafen sie sich an gleicher Stelle wieder.


KYFFHÄUSER
Herrlicher Sonnenschein empfing uns vier ehemalige Kalbsriether Madels zu unserem Kyffhäusertreff. Genau 50 Jahre ist es her, dass wir fast jede Woche einmal auf den Kyffhäuser wanderten. Von Kalbsrieth aus ging‘s erst mal zu Fuß an die Arterner Kleinbahn. Ein oder zwei Muttis begleiteten die lustige Mädelschar. Ab Tilleda oder Sittendorf ging‘s dann zu Fuß weiter in Richtung Kyffhäuser. Es war kein Spaziergang! Immerzu bergauf und ohne große Pause.

Unterwegs wurde das Leberwurstbrot brüderlich geteilt, alle durften mal abbeißen. Eine Brause gab es dann oben auf dem Burghof, da sorgte schon mein Vati als Kellner dafür, dass auch ja niemand verdursten musste.
Und nun, nach 50 Jahren, wurde endlich ein Wiedersehen in Angriff genommen. Wir haben uns ja nie ganz aus den Augen verloren, obwohl es einige nach Heldrungen und Weimar verschlug. Aber so einen Kyffhäusertreff, das wollten wir schon immer mal machen. Nur Lisa Ehrich wohnt inzwischen zu weit weg - in Mühlheim/Ruhr.
Nach der richtigen Position fürs Foto - gleicher Ort und gleiches Fenster - mussten wir erst einmal suchen. Freundlicherweise half uns Petra Wäldchen vom Tourismusverband Kyffhäuser. Unsere „besseren Hälften“ fotografierten uns dann streng nach Anleitung. Und auch genau so, wie wir uns damals als Mädchen fürs Erinnerungsfoto aufgestellt hatten - in richtiger Reihenfolge. Es gab einen Riesenspaß auf dem uralten Gemäuer. Und immer wieder hieß es: Weißt du noch.

Als Kinder verlebten wir eine schöne Zeit da oben. Für unsere Eltern war es erschwinglich und sie zogen so oft mit uns hochwärts. Immer gab es etwas Neues zu erleben. Und in der Andenkenbude freute man sich schon auf uns. Irgendein bunter Anstecker musste es immer sein. Abends ging‘s dann wieder bergab zur Bimmelbahn. Und zwischendurch oft zum Kirschenessen in die Plantage. Und nun, ein halbes Jahrhundert später, spazierten wir Älteren durchs Gehege. Unsere Männer ertrugen geduldig unser Geschnatter, es gab ja so viel zu erzählen. Eine von uns Damen verbrachte sogar ihre Lehrzeit als Köchin auf dem Burghof. Sie brachte, auch Fotos mit vom damaligen Küchenchef Herrn Hirschfeld und seiner großen Mannschaft. Alles wurde noch einmal ausgiebig in Augenschein genommen. Zur Feier des Tages gönnten wir uns dann noch ein schönes Stück Sahnetorte, eine Leberwurstbemme hatte dieses Mal nämlich niemand dabei.

Ein schöner Kaffeeklatsch bis in die Abendstunden, das musste einfach sein. Und wir gaben uns das Versprechen, uns bald mal wieder auf dem guten, alten Kyffhäuser beim Kaiser Barbarossa zu treffen. Ein Dankeschön auch an das gesamte Kyffhäuserpersonal, sie waren alle sehr nett zu uns „ehemaligen Besuchern“, und wir sollten doch bald mal wiederkommen. Däs machen wir.

Haben auch Sie Erinnerungen an den Kyfthäuser von einst und alte Fotos?
Schreiben Sie uns: Thüringer Allgemeine,
Leipziger Straße 25, 06556 Artern.
Oder mailen Sie an
artern@thueringerallgemeine.de
Wir sind schon sehr gespannt.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 22. März 2007 von NN
Der Wanderbus ist wieder da

Die Kreise Kyffhäuser und Sangerhausen leisten sich trotz geringer Nachfrage eine abgespeckte Variante

Pünktlich zum Beginn der Tourismussaison haben sich die Kreise Kyffhäuser und Sangerhausen erneut dazu durchringen können, den Wanderbus über den Kyffhäuser fahren zu lassen.

KYFFHÄUSERKREIS (rr).
Auch wenn er in den vergangenen Jahren meist ein Zuschussgeschäft war, soll er ab dem 1. April 2007 wieder fahren der Kyffhäuser Wanderbus. Seit dem Jahr 2002 leistet sich der Kyffhäuserkreis nun schon dieses besondere Busverkehrsangebot, um vor allem dem seit Jahren anhaltenden negativen Trend der Besucherzahlen am Kyffhäuserdenkmal, der Barbarossahöhle und den Museen in Bad Frankenhausen entgegenzusteuern. Die Fahrgäste dieser Wander-Route konnten, auf Wunsch sogar mit ihren Fahrrädern, an jeder beliebigen Haltestelle ein-, aus- und wieder zusteigen. Und das Ganze zu einem sehr moderaten Preis.

Die Auswertung der überwiegend aus touristischer Sicht betriebenen Linie stimmten die Busunternehmen sowie den Landkreis allerdings bisher immer sehr nachdenklich. Denn die Fahrgastzahlen bewegten sich stets in eine unerwünschte Richtung, so dass es zunehmend teurer wurde, den Wanderbus zwischen Kelbra und Tilleda im benachbarten Sachsen-Anhalt und Bad Frankenhausen verkehren zu lassen. Auch aus Sicht. der finanziellen Träger wie Kyffhäuserkreis und Landkreis Sangerhausen bestand deshalb Handlungsbedarf. Am Ende mehrerer Beratungen stand eine abgespeckte Variante für dieses Jahr fest. Und die sieht laut Pressesprecher Dr. Thiele so aus: Ein Teil der bisherigen „Wanderbus-Leistung“ - und zwar sämtliche Fahrten von Montag bis Freitag - werden nur noch als Rufbus-Leistung, also eine quasi nachfragegesteuerte Bedienungsform, angeboten. Der Bus oder ein kleineres Fahrzeug setzt sich also nur in Bewegung, wenn er gerufen wird.

An den Wochenenden und den Feiertagen wird das touristische Angebot als regulärer klassischer Linienverkehr erbracht, der an den Haltestellen zwischen Kelbra und Kyffhäuser, Barbarossahöhle und Bad Frankenhausen hält. Der Fahrplan wurde bereits erarbeitet, liegt zurzeit allerdings noch zur Genehmigung beim Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar. Doch das ist nur noch reine Formsache, so dass der Mitfahrt im Kyffhäuser-Wanderbus zwischen dem 1. April und dem offiziellen Ende der Tourismussaison am 31. Oktober 2007 nichts mehr im Wege stehen dürfte.

 

Sonderbeilage der Zeitungsgruppe Thüringen (Kur und Wellness für Thüringen) - März 2007

Ausflugsregion Kyffhäuser

Kyffhäuserdenkmal, Barbarossahöhle und Panoramamuseum

Das Kyffhäuserdenkmal ist ein ganzjährig beliebtes Ausflugsziel. Der Denkmalsturm mit der Sandsteinfigur Kaiser Friedrich 1. Barbarossa und dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelm 1. hat 274 Stufen und ist 81 Meter hoch. Von der Turmkuppel hat man eine fantastische Aussicht. Unweit des Denkmals kann man die Ruinen der alten Reichsburg Kyffhausen besichtigen. Zu sehen sind die Oberburg mit saniertem Bergfried (Barbarossaturm) und mit dem tiefstem Burgbrunnen der Welt (176 Meter), die Mittelburg, die Unterburg mit Ringmauer und Ruinenreste vom Bergfried, dem Palas, und der Kapelle. Im Infozentrum-Burgmuseum existiert ein Modell der alten Reichsburg Kyffhausen und weitere Ausstellugsstücke. Wer das Kyffhäuserdenkmal umrunden will, kann das auf dem drei Kilometer langen Rundwanderweg tun. Auf die Kleinen wartet ein Spielplatz und ein Bistro gibt es natürlich auch. Wer sich stärken möchte, kann dies auch in der traditionsreichen Denkmalwirtschaft Burghof Kyffhäuser tun. Das gesamte Restaurant mit Herberge wird seit 2004 - nach 15-jährigem Dornröschenschlaf aufwendig saniert und ist nun wieder für Gäste geöffnet.

Die Barbarossahöhle ist Europas einzige Schauhöhle im Anhydritgestein mit einer Gesamtfläche von 13 000 qm. Weitgespannte, saalartige, flache Hohlräurme und hohe, kuppelartige Gewölbe mit spektakulären, bizarren Deckengebilden sowie kristallklare Seen machen einen Besuch unvergesslich.

 

Thüringer Allgemeine (Sondershäuser Allgemeine) vom 26. Januar 2007 von NN

Einfluss nehmen

Die Industrie- und Handelskammer(IHK) Erfurt hat ein neues Präsidium gewahlt. Darin sind nun auch zwei Frauen aus der Region: Esther Richter aus Rockensußra, Geschäftsführerin der Schlotheimer Firma Sponeta, und Burghof-Chefin Catrin Auerbach.

ROCKENSUSSRA (ske).
Die kürzlich gewählte Vollversammlung der IHK Erfurt hat in ihrer konstituierenden Tagung das Präsidium neu gewählt. Mit Esther Richter (52), Geschäftsführerin von Tischtennisplatten-Hersteller Sponeta in Schlotheim, und Catrin Auerbach, Geschäftsführerin des Kyffhäuser-Burghofs, sind zwei Unternehmerinnen aus dem Kreis in dem achtköpfigen Gremium. Beide wurden zum ersten Mal gewählt, Auerbach vertritt dort den Bereich Gastronomie und Fremdenverkehr, Richter das verarbeitende Gewerbe. Der Rockensußraerin Esther Richter ist die Lehrlingsausbildung wichtig: Sie ist Vorsitzende des Firmen-Ausbildungsverbundes Nord-West Thüringen, „Die Zukunft der Unternehmen ist zu sichern“, sagte sie gestern. Die IHK müsse zudem mehr Einfluss bei den Thüringer Energielieferanten bekommen, allen voran Lon. Die Energiekosten verminderten immer mehr die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, Verlassen könnten sich die Kollegen auf sie, wenn Hilfe benötigt werde. Auf der anderen Seite baue auch sie auf diese Unterstützung - „wenngleich wir zuerst versuchen, unsere Probleme selbst in den Griff zu bekommen“, so Richter. Burghofchefin Auerbach (44)will sich gegen eine Schließungvon IHK-Regionalbüros einsetzen. Man solle lieber die drei Thüringer Kammern fusionieren, sagt sie und freut sich auf ihre neue Aufgabe.

 

Thüringer Allgemeine vom 25. Januar 2007 von NN

Chrestensen als IHK-Prasident wiedergewäh1t

ERFURT (TA).
Niels Lund Chrestensen bleibt Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Er wurde gestern durch die Voliversammlung der Kammer erneut einstinunig in seinem Amt bestätigt. Damit startet der 66-jährige Erfurter Unternehmer bereits in seine fünfte Legislaturperiode an der Spitze des Kammerpräsidiums. Neben dem Geschäftsführer der Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH gehören dem neuen Präsidium der IHK Erfurt acht Vizepräsidenten für die jeweiligen Branchen an. Ebenfalls wiedergewählt wurden dabei Johannes Gosse!, Inhaber der Firma Gossel Baustoffe in Nordhausen - für den Bereich Großhandel - und Reimund Lehmann, Geschäftsführer der Gothaer Meliorations- und Tiefbau GmbH - für den Baubereich. Neu in dem Gremium sind der Vorstandschef der Sparkasse Mittelthüringen Dieter Bauhaus für Banken und Versicherungen, die Geschäftsführerin der Burghof Kyffhäusergesellschaft in Steinthaleben Catrin Auerbach für die Gastronomie und den Fremdenverkehr, sowie der Inhaber der Firma Salza-Tours Bad Langensalza Lutz König für den Verkehrsbereich. Als neue Gesichter im IHK-Präsidium zogen der Gesellschafter der Solar-Park Merkers Thomas Müller (Bereich Energie/Wasser), die Geschäftsführerin der Modepassage am Markt in Weimar Annette Projahn (Handel) und die Geschäftsführerin der Sponeta GmbH in Schlotheim Esther Richter (Verarbeitendes Gewerbe) in das Gremium ein. Niels Lund Chrestensen ist zu gleich Vizeprasident und Vertreter der neuen Länder im Vorstand des DIHK.

 

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