Thüringer Allgemeine - Sonderhäuser Allgemeine - vom 17. September 2014 von Sebastian Tauchnitz

 Kyffhäuserkreis. Die wahrscheinlich letzte Chance, den Geolift am Kyffhäuser in Angriff zu nehmen, soll Mittwoch ergriffen werden. Kyffhäuserkreis-Landrätin Antje Hochwind (SPD) will im Kreisausschuss "Phase 4" für den Bau des Aufzugs zwischen dem Burghof und der Denkmalterrasse einbringen.

Zwischen dem Burghof und dem Plateau am Kyffhäuser-Denkmal soll der Geolift verkehren.
"Phase 4" umfasst die eigentliche Ausführungsplanung und gegebenenfalls auch den Bau des Lifts. Der Geolift stieß bislang auf wenig Gegenliebe im Kreistag. Sicher: Die Einigkeit ist groß, dass das Wahrzeichen für Ältere und Gehbehinderte schlecht bis gar nicht zu erreichen ist. Da würde der gläserne Geolift durchaus Abhilfe schaffen. Ganz nebenbei wäre die Fahrt damit auch eine Reise durch die geologische Geschichte des Berges, schließlich kann man dabei die einzelnen Gesteinsschichten genau betrachten.

 

Die Kosten waren es, die den Kreistag des Kyffhäuserkreises immer wieder zurückschrecken ließen. Zwar hat das Thüringer Wirtschaftsministerium zugesagt, 90 Prozent des rund 3,5 Millionen Euro teuren Projekts zu übernehmen. Aber beim Kreis sollte bislang der Eigenanteil von - je nach Darstellung - 270.000 bis 370.000 Euro verbleiben.

Angesichts eines 36-Millionen-Euro-Schulsanierungsprogramms waren viele Kreistagsabgeordnete der Ansicht, dass man sich dann derartige Investitionen nicht leisten könne. Mittwoch kann die Landrätin eine Variante präsentieren: Die Kur- und Tourismus-GmbH aus Bad Frankenhausen, die für den Landkreis das Kyffhäuserdenkmal betreibt, soll den Eigenanteil finanzieren. Hochwind meint dazu, dass man im Gegenzug der Kur-GmbH entgegenkomme. Es solle aber nicht so sein, dass dafür die im Pachtvertrag festgesetzte jährliche Summe für Investitionen am Denkmal verrechnet werden solle.

Wenn der Kreisausschuss und später der Kreistag grünes Licht geben, soll im Detail geplant werden, damit man eine verlässliche Kostenschätzung hat. Inklusive Fördermittelantrag und -bewilligung wäre wohl nicht vor dem Jahr 2016 mit dem Baubeginn am Denkmal zu rechnen, so Hochwind.

Kommentar: Alles oder nichts
Von Sebastian Tauchnitz

Wenn man die Besucherzahlen am Kyffhäuser nachhaltig steigern möchte, wird man nicht umhinkommen, eine Lösung für Ältere und Gehbehinderte zu finden.

Eine solche Lösung ist natürlich der Geolift. Angesichts des Umstandes, dass das Land rund 90 Prozent der Kosten übernehmen will, wird der Bau noch attraktiver. Doch die Unwägbarkeiten bleiben. Selbst wenn die Kur- und Tourismus-GmbH den Eigenanteil übernimmt wer springt im Zweifelsfall ein, wenn Mehrkosten beim Bau entstehen? Und das kann angesichts des Vorhabens, eine riesige Röhre ins Gestein zu bohren und einen gläsernen Fahrstuhl einzubauen, wohl niemand seriös ausschließen.

Am Ende müssen die Kreisräte genau zwischen unbestreitbarem Nutzen und unbestreitbaren Risiken abwägen. Keine ganz einfache Entscheidung.

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